„Der Mensch will immer, dass alles anders wird, und gleichzeitig will er, dass alles beim alten bleibt.“ – Paulo Coelho
Let’s dance!
Leider nötig sind bei einem Browsergame Spielregeln. Und es gibt ja immer Leute, die sich nicht daran halten, das kennen wir ja schon. Zum Beispiel ist es ja, wie der aufmerksame Leser aller Spielregeln (ich weiß, kein Schwein liest sowas wirklich, genauso wie keiner sich die AGB bei amazon durchließt) weiß, nicht gestattet, als eine natürliche Person mehrere Spielfiguren zu spielen (“Multiusing”). Die klassische Methode bei Browsergames, gegen solche Regelverstöße vorzugehen, ist, dass man sich mit einem Internetanschluss (bzw. mit einer IP-Adresse) nur bei einem Account einloggen darf oder – wenn man mit seinem Bruder zusammen spielen will – das gesondert anmelden muss.
Das Problem ist: Mit einer fremden Adresse surfen ist genauso unproblematisch wie das einfache Erfinden einer auch spielenden Schwester. Außerdem ist es unfair gegenüber Leuten, die sich einfach mal bei nem Freund schnell einloggen wollen. Ich habe selber genug Browsergames mit Freunden zusammen gespielt, und weiß, wie oft das vorkommt. Das mit der IP-Adresse ist also ein Indiz. Aber schön ist es nicht.
Deshalb entsteht parallel zur Entwicklung des Spiels das Tool DAnCE. Und nein, wir wollen keine indianischen Tänze aufführen, um böse GeisterCheater zu vertreiben. DAnCE steht für Daquel Anti Cheat Engine. Hierbei handelt es sich genauer gesagt um eine Sammlung von Werkzeugen, die automatisch Inidizien für Spielregelbrüche sammeln und dann Visualisierungen erstellen, anhand derer ein Operator von Hand mit gesundem Menschenverstand mit wenig Zeitaufwand entscheiden kann, ob es sich um einen Regelverstoß handelt oder nicht.
Und zwar werden hier nicht technische Merkmale wie die IP-Adresse verglichen sondern alle Vorgänge und das gesamte Spielverhalten analysiert und auf Gemeinsamkeiten untersucht, um beim Beispiel Multiusing zu bleiben. Auch Methoden zur Erkennung von Bots, die das Spiel automatisiert spielen, sind natürlich Teil von DAnCE.
Also, wenn ihr bescheißen wollt, seid geschickt. Wer als Multiuser unerkannt bleiben will, der muss als Kompromiss jeden der Accounts für sich zum Vorteil des jeweiligen Accounts spielen und nicht mit einem Account den anderen Pushen. Und wenn jemand Multiusing so betreibt, dann stört es ja auch keinen. Und damit ein Bot unerkannt bleibt, muss er so natürlich wirken, dass wir ihn von einem Spieler nicht auseinanderhalten können. Und wenn er so natürlich ist, warum sollte man ihn dann Menschen gegenüber benachteilen?
In diesem Sinne,
Let’s dance!
Raphael
Dieser Eintrag wurde am 21.07.2010 um 17:25 Uhr in den folgenden Kategorien gepostet: Daquel. Du kannst die Kommentare auf diesen Eintrag per RSS abonnieren. Du kannst einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von deiner Seite senden.
21.07.2010 at 22:43
Hallo
Das Problem haben wohl alle Browsergames. Eine Lösung wäre hier z.B. das Spielsystem so zu gestalten, dass es nicht möglich ist oder sehr unattraktiv ist, durch Multiusing Vorteile zu erreichen. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan
Grüsse
Andreas
22.07.2010 at 12:55
Ich bin deiner Meinung, dass die einzig perfekte Lösung ist, schon im Spielkonzept Vorteile durch Multiusing zu vermeiden. Ich habe ja auch nichts dagegen, wenn jemand zwei Charaktere spielt, solange er dadurch keine Vorteile gegenüber anderen Spielern hat – soll er doch seinen Spaß haben. Das, was ich nicht möchte, ist, dass ein Charakter nur zum Vorteil eines anderen gespielt wird. Klar, dass können auch zwei Personen machen, die sich absprechen, aber da ist es selten so extrem. Aber daher steht es auch so in den Regeln:
Aber ich bin beeindruckt, dass überhaupt jemand diesen Blog liest!
Viele Grüße,
Raphael